Bauhistorisch steht die Klosterkirche Beuerberg in der Tradition der römischen Wandpfeilerkirchen, die von der Münchner Jesuitenkirche St. Michael über die Stadtpfarrkirche Weilheim hierher vermittelt wurde. Trotz ihrer abgeschiedenen Lage ist es ein Glücksfall, dass sie im Dreißigjährigen Krieg verschont blieb, so dass der überwiegende Teil der Ausstattung aus der Zeit von Manierismus und Frühbarock überdauerte. So lässt sich dieser Stilwandel zwischen 1620 und 1650 hier exemplarisch studieren und steht für die so vielfach durch Krieg, Barockisierungen und die Neugotik zerstörte Altarbaukunst einer ansonsten düsteren Epoche der bayerischen Geschichte. Der westliche Fassadenvorbau von 1729/30 ergänzt den Raum auf harmonische Weise und vermehrt die strahlende Helle. Eine Eigenart scheint es in Beuerberg gewesen zu sein, den verstorbenen Pröpsten keine steinernen Grabdenkmäler zu widmen, sondern ihre Wappen an den Bau- und Ausstattungsteilen ihrer jeweiligen Amtszeit anzubringen.
Beuerberg
Ehemalige Augustinerchorherrenstiftskirche mit Friedhofskirche
Das kleine, abgelegene und nie besonders reiche Kloster Beuerberg hatte sich mitten im Dreißigjährigen Krieg zu einem weitgehenden Neubau der Kirche entschlossen, die 1635 mit elf neuen Altären geweiht werden konnte. Diese Ausstattung hat sich in bemerkenswerter Vollständigkeit erhalten und ziert einen Raum voller Licht und Weite.
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