Die kleine, versteckte St. Peterskapelle bildet mit ihrer seltenen Fugenbemalung, dem harmonischen Chorgewölbe und den bemalten Schlusssteinen ein architektonisches Kleinod. Unter den Altären ist besonders der Nikolaus-Altar aus dem Jahr 1437 hervorzuheben. Auch wenn die Figuren hier nach zeitgenössischen Typenmodellen gestaltet sind, handelt es sich um ein gelungenes Beispiel des ausgehenden weichen Stils, das durch seine prächtige Farbigkeit besticht. Beim Bau der neugotischen Pfarrkirche St. Peter entwickelte der Architekt Josef Schmitz die spätmittelalterliche Architektur eigenständig weiter und schuf ein architektonisches Gesamtkunstwerk, das er auch in Bezug auf die Innenausstattung bis ins kleinste Detail harmonisch durchkomponierte.
