Mit der zweibändigen Publikation „Der Dom zu Halberstadt“ liegt erstmals eine vollständige wissenschaftliche Erfassung von Architektur und Ausstattung dieser mittelalterlichen Kathedrale vor. Das Werk entstand in Kooperation der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt und des Europäischen Romanik Zentrums.
Der Dom St. Stephanus und St. Sixtus gehört zu den bedeutendsten Kathedralen Deutschlands. Seine Geschichte reicht bis in die Zeit Karls des Großen zurück. Ab 1230 entstand der gotische Neubau, dessen Schlussweihe nach über 250 Jahren Bauzeit 1491 erfolgte. Eng damit verbunden ist der Reliquienschatz Konrad von Krosigks, der 1205 aus Konstantinopel nach Halberstadt gelangte und heute zum Halberstädter Domschatz zählt.
Band 1 dokumentiert die Architektur des gotischen Bauwerks. Band 2 behandelt die Ausstattung: Altäre, Wandmalereien, Glasfenster, Grabmäler sowie besondere Objekte wie einen jungsteinzeitlichen Schuhleistenkeil, den mittelalterliche Gläubige als Blitzschutz im Dom aufhängten. Abgeschlossen wird der Band durch ein Kapitel zum Domschatz. Kunsthistorisch hervorzuheben ist die Triumphkreuzgruppe (1215–1220), die älteste erhaltene ihrer Art in Europa. Hauptautoren sind Heiko Brandl und Anja Seliger; 23 weitere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben beigetragen.
Bibliografische Angaben:
Heiko Brandl / Anja Seliger: Der Dom zu Halberstadt – Band 1: Architektur, Band 2: Ausstattung.
Verlag Schnell & Steiner, Regensburg 2025.
1.600 Seiten, 2.166 Abbildungen, 5 Faltpläne
24 × 30 cm, Hardcover. ISBN 978-3-7954-9059-1
160,00 € – erhältlich über den Verlag sowie im Buchhandel.
Foto: © Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Oliver Dietrich