Nils Büttner, Christoph Wagner (Hrsg.)

Journal für Kunstgeschichte – Jahrgang 2014 Heft 2

Heft 2 von 2014

Vorwort der Herausgeber Die ganze Spannbreite kunsthistorischer Forschungen gerät auch in diesem Heft in den Blick: Beginnend mit der Betrachtung zweier aktueller Deutungen der spätantiken Herrschaftsikonografie Marc Aurels und endend bei der Gegenwartsmalerei eines Alex Katz. Filmästhetik und Fotografie sind inzwischen zu festen Bestandteilen des Journals für Kunstgeschichte geworden: Neben der Fotografieästhetik der Becher- Schule sind neue kulturhistorische Beiträge zu einer „Filmpsychoanalyse“ an den Schnittstellen zwischen Raumtheorie, Literatur- und Medienwissenschaft zu betrachten. Dass auch Stickereien und figürlich gewebte Borten in mittelalterlichen Textilien einen spezifischen Bild- und Mediendiskurs im Kontext liturgischer Verortungen entfalten, kommt ebenso zur Sprache wie die schwierige Frage, ob es in der Kunstgeschichte seit dem späten 19. und im 20. Jahrhundert eine spezifische Ikonografie „letzter Bilder“ zu erkennen gibt? In kunstsoziologischen Perspektiven sind die Marktmechanismen eines „A B C der Kunstmärkte“ oder die komplexen Prozesse in den medialen und systemischen Konstellationen der „Kunstwelt“ zu studieren, bis hin zur [...]

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Reihe: 1. Auflage (2014), 17 x 24 cm, Broschur klebegebunden,

Erscheinungstermin: 02. Juni 2014
Artikelnummer: 51412 Kategorie:

Vorwort der Herausgeber Die ganze Spannbreite kunsthistorischer Forschungen gerät auch in diesem Heft in den Blick: Beginnend mit der Betrachtung zweier aktueller Deutungen der spätantiken Herrschaftsikonografie Marc Aurels und endend bei der Gegenwartsmalerei eines Alex Katz. Filmästhetik und Fotografie sind inzwischen zu festen Bestandteilen des Journals für Kunstgeschichte geworden: Neben der Fotografieästhetik der Becher- Schule sind neue kulturhistorische Beiträge zu einer „Filmpsychoanalyse“ an den Schnittstellen zwischen Raumtheorie, Literatur- und Medienwissenschaft zu betrachten. Dass auch Stickereien und figürlich gewebte Borten in mittelalterlichen Textilien einen spezifischen Bild- und Mediendiskurs im Kontext liturgischer Verortungen entfalten, kommt ebenso zur Sprache wie die schwierige Frage, ob es in der Kunstgeschichte seit dem späten 19. und im 20. Jahrhundert eine spezifische Ikonografie „letzter Bilder“ zu erkennen gibt? In kunstsoziologischen Perspektiven sind die Marktmechanismen eines „A B C der Kunstmärkte“ oder die komplexen Prozesse in den medialen und systemischen Konstellationen der „Kunstwelt“ zu studieren, bis hin zur stets neu zu verhandelnden ethischen Frage, „Was kann und darf Kunst?“ Die historische Dynamik dieses Diskurses wird tagtäglich durch neue Positionsbestimmungen der Gegenwartskunst in Gang gehalten, die Matrix der Bewertungen verschoben. Auch im komplexen Zusammenspiel zwischen Architektur und monarchischer Kunstpolitik sind solche Wechselbeziehungen vielfältig historisch diagnostizierbar, wie das Beispiel der Sakralarchitektur in Bayern unter Max I. Joseph und Ludwig I. zeigt. Mit Gert Schiff gewinnt auch im Bereich der Geschichte der Kunstwissenschaft ein bislang wenig beachteter Akteur der Kunstgeschichte neue Aufmerksamkeit. Gleich mehrfach werden historische Paradigmen und Quellen der Porträtforschung diskutiert, einmal mit Blick auf Giorgio Vasaris Viten, einmal mit Blick auf die „Gesichter einer Epoche“ in der Kunst Anton Graffs. Und schließlich wird mit Hermen Rode ein Maler des spätmittelalterlichen Lübeck neu konturiert. Wie stets werden diese und andere Fragen kritisch referiert und lebendig diskutiert, getragen von der Absicht, den Forschungsdiskurs konstruktiv zu befeuern, zu begleiten, zu kommentieren, und zugleich von destruktiver Polemik freizuhalten. Und wie immer sollen an diesem Diskurs ganz unterschiedliche Forschergenerationen, vom emeritierten Ordinarius bis zum promovierenden Nachwuchswissenschaftler, beteiligt werden. Die zahlreichen Rückmeldungen ermutigen uns, diesen Diskurs weiter im Journal zu pflegen. – Auch im Journal für Kunstgeschichte ist der Frühjahrsputz nun abgeschlossen: Neben den Umstrukturierungen in der Binnengliederung, zu der nun noch eine Sparte „Miszellen“ mit kurzen Besprechungen hinzukommen wird, und der neuen farbenfrohen äußeren Hülle, freuen wir uns, dass der Verlag das Journal inzwischen vollständig auf Kunstdruckpapier druckt, so dass man es auch in dieser Hinsicht nun noch lieber in die Hand nimmt. Unser wiederkehrender Dank gilt abschließend unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Regensburg und Stuttgart, die uns bei der redaktionellen Arbeit in bewährter Form assistiert haben, namentlich Gerald Dagit, Katharina Frank, Theresa Häusl, Andrea Richter und Daniel Rimsl.

Nils Büttner, Christoph Wagner (Hrsg.)

Reihe: (ZJB-JOUR)
Sprache: Deutsch
Auflage: 1 (2014)
Medium: Heft
Einbandart: Broschur klebegebunden
Format: 17 x 24 cm
Gewicht: 306 g
Erscheinungsdatum: 02. Juni 2014
Verlag: Schnell & Steiner
Cover: Cover download

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