Nils Büttner, Christoph Wagner (Hrsg.)

Journal für Kunstgeschichte – Jahrgang 2014 Heft 3

Heft 3 von 2014

Vorwort der Herausgeber Beim Blick über das weite Feld der Neuerscheinungen zeigt sich wieder einmal mehr, wie sehr es bei den Publikationen „Textsorten“ zu unterscheiden gilt. Es gibt die klassischen kunsthistorischen Qualifikationsschriften, Dissertationen und Habilitationen, mit ihren stets beachtlichen, freilich nicht immer leicht goutierbaren wissenschaftlichen Anmerkungsapparaten. Daneben aber gibt es einen breit gefächerten Kanon an publizistischen Möglichkeiten, vom reinen Bilderbuch über den mehr oder weniger unterhaltsamen Ausstellungskatalog bis zu forschungsorientierten Publikationen. Neben Auftragsarbeiten, fußnotenlosen Überblicksdarstellungen stehen Bücher, in denen der Ertrag eines ganzen Forscherlebens komprimiert erscheint, gibt es quellenbasierte Dokumentationen, die einen neuen Entwurf kunsthistorischer Zusammenhänge bieten. Die Überschneidungs- und Mischformen sind bei monographischen Publikationen wie bei Sammelwerken vielfältig. Was die behandelten Zeiten und Räume angeht, reicht das Spektrum von der klassischen Antike bis in die globalisierte Gegenwart. Die Herausgeber und Rezensenten des Journals für Kunstgeschichte bemühen sich, dieser Vielfalt – mit Blick auf das wissenschaftlich Ernstzunehmende – angemessen gerecht [...]

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1. Auflage (2014), 17 x 24 cm, Broschur klebegebunden,

Erscheinungstermin: 22. September 2014
Artikelnummer: 51413 Kategorie:

Vorwort der Herausgeber Beim Blick über das weite Feld der Neuerscheinungen zeigt sich wieder einmal mehr, wie sehr es bei den Publikationen „Textsorten“ zu unterscheiden gilt. Es gibt die klassischen kunsthistorischen Qualifikationsschriften, Dissertationen und Habilitationen, mit ihren stets beachtlichen, freilich nicht immer leicht goutierbaren wissenschaftlichen Anmerkungsapparaten. Daneben aber gibt es einen breit gefächerten Kanon an publizistischen Möglichkeiten, vom reinen Bilderbuch über den mehr oder weniger unterhaltsamen Ausstellungskatalog bis zu forschungsorientierten Publikationen. Neben Auftragsarbeiten, fußnotenlosen Überblicksdarstellungen stehen Bücher, in denen der Ertrag eines ganzen Forscherlebens komprimiert erscheint, gibt es quellenbasierte Dokumentationen, die einen neuen Entwurf kunsthistorischer Zusammenhänge bieten. Die Überschneidungs- und Mischformen sind bei monographischen Publikationen wie bei Sammelwerken vielfältig. Was die behandelten Zeiten und Räume angeht, reicht das Spektrum von der klassischen Antike bis in die globalisierte Gegenwart. Die Herausgeber und Rezensenten des Journals für Kunstgeschichte bemühen sich, dieser Vielfalt – mit Blick auf das wissenschaftlich Ernstzunehmende – angemessen gerecht zu werden. Das aktuelle Heft beginnt mit einem Blick auf die urbane Entwicklung des römischen Marsfeldes von der Republik bis zur mittleren Kaiserzeit, widmet sich dem altniederländischen Stifterbild, dem aktuellen Forschungsstand zum mittelalterlichen Stundenbuch und dem Erec-Zyklus auf dem Krakauer Kronenkreuz. Die Themenvielfalt ist groß: Die Kunst der Klassik und Romantik, die Bauhaus-Schüler, zeitgenössische italienische Kunst, dokumentarische Fotografie, das ‚Filmische Licht‘ und die Kritik der warenästhetischen Erziehung. Dabei werden selbstverständlich nicht nur die Themen in den Blick genommen, sondern auch stets die spezifischen Bedingungen der jeweiligen Medien und Gattungen. Das betrifft nicht nur die als bedeutendes Bildmedium wieder zu entdeckenden Porträtmedaillen der deutschen Renaissance oder die über alle Medien und Gattungsgrenzen hinweg wirksame Emblematik, sondern mit Blick auf den Forschungsdiskurs auch die nicht nur aus methodischer Perspektive zu stellende Frage nach der jeweils gewählten Form. Mit den allerorts sprießenden Digital Humanities werden die Grenzen zwischen analogen und digitalen Publikationen zunehmend infrage gestellt. Dem wollen wir Rechnung tragen, indem wir in unserer Zeitschrift auch rein webbasierte, digitale Publikationen berücksichtigen, die z. B. für – in die Zukunft hinein erweiter- und veränderbare – Werkverzeichnisse, für die Dokumentation umfänglichen Quellenmaterials oder für die Verknüpfung komplexer restauratorischer Ergebnisse eine sinnvolle Publikationsform sein können. So ist mit Blick auf das Projekt zu Cranach als Zeichner auf dem Malgrund mehr als das methodologische Zusammenspiel zwischen kunsthistorischer Forschung und den mit naturwissenschaftlichen Mitteln gewonnen Erkenntnissen zu diskutieren. Was die Vielfalt der Möglichkeiten und Zugänge angeht, gilt das nicht nur für die besprochenen Publikationen, sondern auch für deren Rezensionen. Wie schon angekündigt, wird es nun im Journal für Kunstgeschichte die neue ‚Textsorte‘ der „Miszelle“ geben, kurze Besprechungen, die wie alle anderen Beiträge in die kunsthistorische Systematik eingliedert werden. Wir entsprechen damit einem Leserwunsch nach informativer Breite und abwechslungsreicher Lektüre, der hoffentlich auch den kommenden Ausgaben zu Gute kommt. Unser herzlicher Dank gilt allen Autorinnen und Autoren, nicht minder den ‚altgedienten‘ wie den inzwischen zahlreich neu hinzugekommenen. Die Herausgeber danken – auch das muss wenigstens einmal gesagt werden – sich wechselseitig für die stets vergnügliche, reibungslose wie vertrauensvolle Zusammenarbeit in einem – auch dies ein Gebot der Digital Humanities – in unserem gemeinsamen digitalen Arbeitszimmer, in dem aber ab und zu auch ein echtes Glas Rotwein nicht fehlen darf. Abschließend gilt der herzliche Dank unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Regensburg und Stuttgart, die uns virtuell und real bei der redaktionellen Arbeit in bewährter Form begleiten, namentlich Gerald Dagit, Katharina Frank, Theresa Häusl, Daniel Rimsl und Dr. Andrea Richter.

Nils Büttner, Christoph Wagner (Hrsg.)

Sprache: Deutsch
Auflage: 1 (2014)
Medium: Heft
Einbandart: Broschur klebegebunden
Format: 17 x 24 cm
Gewicht: 310 g
Erscheinungsdatum: 22. September 2014
Verlag: Schnell & Steiner
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