Buchvorstellungen Neuerscheinungen

Ein römisches Militärlager im heutigen Frankfurter Stadtteil Höchst

Bildnachweis: Stadt Frankfurt am Main, Fotos: Maik Reuß

Bildnachweis: Stadt Frankfurt am Main, Fotos: Maik Reuß

In Höchst wurde heute der zweibändige Sammelband „Forschungen zum römischen Höchst, Stadt Frankfurt am Main“ vorgestellt.

Herausgeber sind Dr. Peter Fasold, ehemaliger Kustos für Provinzialrömische Archäologie am Archäologischen Museum Frankfurt, und Dr. Andrea Hampel, Leiterin des Denkmalamts der Stadt Frankfurt. Das Werk erscheint als Band 23/2 und 23/3 der Reihe Schriften des Archäologischen Museums Frankfurt am Main.

Durch die Veranstaltung führte Dr. Wolfgang David, Leitender Direktor des Archäologischen Museums Frankfurt. Grußworte sprachen Stadträtin Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Frankfurt am Main, und unser Geschäftsführer Felix Weiland vom Verlag Schnell & Steiner. Anschließend stellten die Herausgeber Dr. Andrea Hampel und Dr. Peter Fasold das Buch vor.

Buchvorstellung des zweibändigen Sammelbands „Forschungen zum römischen Höchst, Stadt Frankfurt am Main".
Bildnachweis: Stadt Frankfurt am Main, Fotos: Maik Reuß

Die Publikation behandelt ein römisches Militärlager im heutigen Frankfurter Stadtteil Höchst aus der Regierungszeit des Kaisers Augustus (27 v. Chr. – 14 n. Chr.). Sie dokumentiert damit die früheste römische Präsenz auf Frankfurter Stadtgebiet vor mehr als 2000 Jahren, Jahrzehnte vor der Gründung des römischen NIDA zwischen Heddernheim und Praunheim.

Grundlage sind Grabungen des Denkmalamts der Stadt Frankfurt in den Jahren 2001/2002 und 2014. Die Untersuchungen legten Teile einer mehrphasigen Ansiedlung mit einer umwehrten Fläche von etwa neun Hektar frei. Zur Innenbebauung gehören Spuren eines Werkstattkomplexes (fabrica). Handgemachte Keramik bezeugt die Integration einer einheimischen Bevölkerung. Die Funde ordnen den Ort in die planmäßige Erschließung der Wetterau und des unteren Maingebietes durch die Römer in augusteischer Zeit ein. Der Band bewertet die jüngeren Grabungsergebnisse ausführlich und resümiert über 100 Jahre regionaler Forschung.

Beiträge stammen von Norbert Benecke, Pia Eschbaumer, Andrea Faber, Peter Fasold, Andrea Hampel, H.-Jürgen Köhler (†), Angela Kreuz, Lisa Rühl, Astrid Stobbe, David Wigg-Wolf und Christina Wustrow.

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