Die Anfänge des Trierer Doms führen uns zurück in die durch den römischen Herrscher Konstantin den Großen veranlasste Zeitenwende: Das Christentum wandelt sich von der verfolgten zur privilegierten Religion, und der Kaiser lässt überall im Reich Kirchen erbauen. In Trier lässt sich der erste Kirchenbau auf die Zeit zwischen 310 und 320 datieren. Daraus entstand bis zum Ende des vierten Jahrhunderts eine monumentale Kirchenanlage, die nur von der römischen Petersbasilika an Größe übertroffen wurde. Damit war der Grundstock für ein jahrhundertelanges Um- und Neugestalten gelegt, das bei aller Neuerung stets dem antiken Erbe, dem Bau des späten vierten Jahrhunderts, verpflichtet blieb. So hat jede Epoche ihren Beitrag geleistet, eigene Akzente gesetzt und damit ihr Verständnis von Kirche und der in ihr gefeierten Liturgie manifestiert.
- Der Kunstführer berücksichtigt erstmals neueste Forschungen zur Baugeschichte und Ausstattung des Doms über einen Zeitraum von 1.700 Jahren.
- Der Text leitet die Besucher von außen nach innen und bietet eine anschauliche Darstellung durch aktuelle Fotos, Pläne, 3D-Rekonstruktionen und Modelle der verschiedenen Bauzustände.
- Die Leser erfahren, warum der Trierer Dom vor 40 Jahren zu Recht zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt wurde.
