Die Trierer Buchmalerei zählt zu den bedeutendsten Kapiteln ottonischer Kunst. Unter Erzbischof Egbert (amt. 977–993) entfaltete sich eine künstlerische Blüte, deren stilprägende Wirkung weit über das Erzbistum hinausreichte. Im Zentrum der kunsthistorischen Debatte steht seit über einem Jahrhundert die hypothetische Künstlerfigur des ‚Gregormeisters‘. Dieses Buch nimmt eine längst überfällige Neubewertung vor und untersucht die Prachthandschriften objektorientiert, auf methodisch breiter Grundlage, erstmals vollständig als eigenständige Kunstwerke in ihren materiellen und kirchenpolitischen Kontexten. Dabei treten neue Funde sowie bisher unbeachtete Verbindungen zwischen den Buchmalereizentren wie der Reichenau, Köln und Echternach zutage. Das Buch liefert einen wegweisenden Beitrag zur kunsthistorischen Forschung und rückt Trier als Schlüsselort ottonischer Buchkunst neu ins Zentrum.
- Kritische Prüfung des ‚Gregormeisters‘ und differenzierte Einordnung der Trierer Buchmalerei und ihrer Werkstattstrukturen.
- Neue Funde, neue Fragen: Übersehene Details enthüllen unbekannte Seiten berühmter ottonischer Handschriften.
