Stuck nimmt im spätantiken Innenraum eine besondere Rolle ein: Er steht in enger Verbindung zu Mosaik und Wandmalerei – und hebt sich zugleich ab. Als einziges dreidimensionales Medium öffnet er den Raum nicht nur visuell, sondern auch plastisch. Seine spezifische Materialität, geprägt von Leichtigkeit und Formbarkeit, eröffnet vielfältige Möglichkeiten der Gestaltung. Die Studie folgt diesen Eigenschaften an der Schnittstelle von Architektur, Bildprogramm und Wahrnehmung. Mit einem Schwerpunkt auf frühchristliche Sakralräume erschließt sie bislang kaum erforschte Dekorprogramme neu. So wird eine differenziertere Bewertung des spätantiken Stucks ermöglicht – jenseits der tradierten Forschungsperspektiven.
- Erste umfassende wissenschaftliche Untersuchung zur Materialgattung Stuck in der Spätantike
- Die Studie analysiert die spezifischen Eigenschaften, den architektonischen Kontext sowie die antike und forschungsgeschichtliche Wahrnehmung spätantiken Stucks.
