Neue Forschungen zu einem mittelalterlichen Schrank aus dem Domschatz Fritzlar waren Anlass für die Tagung „Verschlusssache. Mittelalterliche bemalte Schränke aus sakralen Kontexten“ (2025) sowie für eine Ausstellung im Dommuseum Frankfurt (ab November 2026). Die Publikation ist zugleich Tagungsband und Ausstellungskatalog. Das Projekt ist transdisziplinär: Fachleute aus Restaurierung, Kunstgeschichte, Theologie und Tischlerei widmen sich gemeinsam den Schränken und ihrer Kontextualisierung. Fragen nach Produktion und Auftraggeberschaft spielen dabei ebenso eine Rolle wie Fragen nach der Funktion der Möbel – zwischen Verwahren, Verbergen, Verwandeln und Inszenieren. Die Publikation entstand aus einer Kooperation des Dommuseums Frankfurt mit dem Landesamt für Denkmalpflege Hessen, dem Kunstgeschichtlichen Institut der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt sowie dem Domschatz und Museum des St. Petri Domes Fritzlar.
- Das Buch nimmt Schränke als wichtige Elemente komplexer liturgischer Ensembles ernst und holt sie aus dem Schatten besser erforschter sakraler Ausstattungsstücke hervor.
- Die Publikation leistet einen grundlegenden Beitrag zur Erforschung mittelalterlicher Möbel, deren Untersuchung in verschiedenen kulturhistorischen Disziplinen seit einigen Jahren intensiviert wird.
- Eine Zeitreise in die Liturgie- und Geistesgeschichte des Mittelalters. Die Publikation richtet sich an Fachleute aus den Bereichen Restaurierung und Kunstgeschichte sowie an interessierte Laien.
