Das Haus Arenberg ist ein katholisches Hochadelsgeschlecht, das wegen seiner weiten grenzüberschreitenden Vernetzung, seinem selbst innerhalb des Hochadels großen Besitzes und seines wirtschaftlichen Erfolgs um 1900 außergewöhnlich ist. Heute setzt es sich intensiv unter anderem für Kultur und Geschichte ein und hält sein Archiv offen für die Forschung. Martin Wrede, Professor für die Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Grenoble, konnte am 23.04. in dem renommierten und stilvollen Historischen Kolleg in München den von ihm konzipierten und herausgegebenen Band „Arenberg im Alten Reich und in seinen deutschen Nachfolgestaaten“ einem interessierten Publikum vorstellen und ein differenziertes Bild dieser Familie zeichnen. S.D. Herzog Leopold von Arenberg, der Chef des Hauses Arenberg, sprach ein Grußwort, schilderte die Aufgaben der Stiftung und dankte dem Herausgeber, während Prof. Dr. Ronald G. Asch seine Laudatio dem Thema „Zwischen heroischer Selbstinszenierung und Pragmatismus. Aufstieg und Selbstbehauptung eines europäischen Fürstenhauses, 16.–19. Jahrhundert“ widmete. Der Empfang brachte Zuhörer und Vortragende über die Geschichte dieser bedeutenden Familie miteinander ins Gespräch.
Foto: © Verlagsarchiv Schnell & Steiner