Die Basilika des hl. Antonius in Padua vereinigt unterschiedlichste und disparate Motive, Stilelemente und Raumkompositionen in einem einzigen Bau. Die Einflüsse reichen von der Übernahme des Kegeldaches der Grabeskirche in Jerusalem bis zur Rezeption eines französisch-gotischen Umgangschors und zur Kopie der hohen hölzernen Kuppeldächer der Markusbasilika im benachbarten Venedig. Die Kirche ist einer der größten Backsteinbauten Italiens. Die genaue Baugeschichte der Antoniusbasilika blieb mangels schriftlicher Quellen bisher weithin ein Feld der Spekulation. Dank präziser Bauaufnahmen, genauer Analysen der Backsteinverbände und der Kuppelgeometrien und der durch Dendrochronologie ermöglichten Zuweisung der Holzkuppeln ins 13. Jahrhundert gelingt es den Autoren erstmals, die Baugeschichte der Basilika präzise nachzuzeichnen.
- Die Antoniusbasilika in Padua ist einer der bedeutendsten Sakralbauten Italiens und als solcher an sich von besonderem Interesse.
- Die Baugeschichte der Basilika wird erstmals mit den Methoden der historischen Bauforschung genau aufgeschlüsselt.
- Die Resultate der hier vorgelegten Forschung beruhen auf einer Synthese genauer Bauforschung am Objekt und Einsatz von High-Tech-Digitalisierung.
