Jutta Dresken-Weiland

Die Ciboriumsäulen von San Marco in Venedig, 2 Bände

Der größte Bilderzyklus der frühchristlichen Kunst

Die reliefierten Marmorsäulen, die in San Marco in Venedig um den Hauptaltar aufgestellt sind, wurden nach dem Vierten Kreuzzug 1204 von Konstantinopel nach Venedig gebracht und befinden sich seitdem an dieser Stelle. Sie gehören zu den bedeutendsten und am wenigsten bekannten Denkmälern frühchristlicher Kunst überhaupt. Sie sind bisher weder eingehend untersucht noch vollständig abgebildet worden. Dieser Band unternimmt beides und bietet eine grundlegende Erschließung dieses Denkmals.

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1. Auflage 2026, 704 Seiten, 24 x 32,5 cm, fadengeheftet,

Erscheinungstermin: 05. Oktober 2026
ISBN: 978-3-7954-3900-2

Die Ciboriumsäulen zeigen in 324 Nischen das einzige bis auf geringe Beschädigungen vollständig erhaltene frühchristliche Bildprogramm, das die Heilsgeschichte von der Vorgeschichte der Geburt Marias bis zur Himmelfahrt Christi zeigt und mit Gott, der in seiner Herrlichkeit thront, abschließt. Es bietet eine Reihe von Szenen, die nur hier erhalten sind. Unter den Darstellungen sind vor allem Bilder aus dem Protevangelium des Jakobus, den Pilatusakten und dem Umkreis des Nikodemus-Evangeliums hervorzuheben. Die Ciboriumsäulen stellen die bei weitem wichtigste Quelle für die außerordentlich schlecht überlieferte Skulptur Konstantinopels dar, sie lässt sich eigentlich nur hier studieren. Die Arbeit führt eine ikonographische Untersuchung aller Szenen durch, benennt alle Bildthemen, erschließt das Bildprogramm, identifiziert Darstellungen von Auftraggebern, geht der Kommunikation von Szenen mit Liturgen und Betrachtern nach und begründet eine Datierung in die justinianische Zeit. Hiermit wird ein neues Denkmal in die frühchristliche und europäische Kunst eingeführt.

  • Eine zentrale Neuerscheinung für die Kunst der Spätantike und des frühen Mittelalters in Byzanz und im Westen des Reiches
  • Wissenschaftliche Vorlage und Dokumentation eines bisher weitgehend unveröffentlichten Schlüsseldenkmals des 6. Jahrhunderts
  • Wichtige Einblicke sowohl in die Lebens- und Festkultur der wohlhabenden Oberschicht der oströmischen Hauptstadt als auch in Religiosität, Glaube und Liturgie justinianischer Zeit.

Jutta Dresken-Weiland

Prof. Dr. Jutta Dresken-Weiland ist außerplanmäßige Professorin für Christliche Archäologie und Byzantinische Kunstgeschichte an der Georg-August-Universität Göttingen, durch eine große Zahl von Publikationen eine ausgewiesene Expertin im Bereich der frühchristlichen Kunst. Bei Schnell & Steiner veröffentlichte sie „Bild, Grab und Wort. Untersuchungen zu Jenseitsvorstellungen von Christen des 3. und 4. Jahrhunderts (2010) und (zusammen mit A. Merkt und A. Angerstorfer) „Himmel, Paradies, Schalom“ (2012) und „Dire frühchristlichen Mosaiken von Ravenna (2016, Nachdruck 2026)

Warengruppe: 1553
Sprache: Deutsch
Auflage: 1 2026
Medium: Hardcover
Einbandart: fadengeheftet
Seitenzahl: 704
Format: 24 x 32,5 cm
Gewicht: 5400 g
Erscheinungsdatum: 05. Oktober 2026
ISBN: 978-3-7954-3900-2
Verlag: Schnell & Steiner
Cover: Cover download

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