Die Ciboriumsäulen zeigen in 324 Nischen das einzige bis auf geringe Beschädigungen vollständig erhaltene frühchristliche Bildprogramm, das die Heilsgeschichte von der Vorgeschichte der Geburt Marias bis zur Himmelfahrt Christi zeigt und mit Gott, der in seiner Herrlichkeit thront, abschließt. Für die außerordentlich schlecht überlieferte Skulptur Konstantinopels stellen sie die bei weitem wichtigste Quelle dar. Die Arbeit führt eine ikonographische Untersuchung aller Szenen durch, benennt alle Bildthemen, erschließt das Bildprogramm, identifiziert Darstellungen von Auftraggebern, geht der Kommunikation von Szenen mit Liturgen und Betrachtern nach und begründet eine Datierung in die justinianische Zeit.
- Eine zentrale Neuerscheinung für die Kunst der Spätantike und des frühen Mittelalters in Byzanz und im Westen des Reiches
- Wissenschaftliche Vorlage und Dokumentation eines bisher weitgehend unveröffentlichten Schlüsseldenkmal des 6. Jahrhunderts
- Wichtige Einblicke sowohl in die Lebens- und Festkultur der wohlhabenden Oberschicht der oströmischen Hauptstadt als auch in Religiosität, Glaube und Liturgie justinianischer Zeit.
