Vor 1.000 Jahren entwickelte sich in Mitteleuropa ein jüdischer Kulturraum, der später mit dem hebräischen Wort Aschkenas identifiziert wurde. Ab dem 10. Jahrhundert entstanden im Rheingebiet und an der Mosel jüdische Gemeinden. Unter herrschaftlichem Schutz entfalteten sie vom 11. bis 14. Jahrhundert große Strahlkraft weit über ihre Kernregionen hinaus. Sie wurden zu Motoren von Kultur und Wirtschaft, prägten die Städte und pflegten einen intensiven Austausch mit der christlichen Gesellschaft. Eine Schlüsselrolle als Schnittstelle zum französischen Raum nahm dabei Trier ein, wovon das historische Judenviertel bis heute zeugt. Der vorliegende Ausstellungskatalog verbindet fundiertes Wissen zu dieser Epoche mit spektakulären Objekten. Abseits von Klischees lässt er den bewegten Alltag lebendig werden und bietet faszinierende Einblicke in die jüdisch-christliche Vergangenheit.
- Der Band verbindet fundiertes Wissen mit einzigartigen Exponaten und packenden Zeugnissen des europäischen Mittelalters.
- Jenseits bekannter Klischees beleuchtet das Werk das jüdische Leben im Mittelalter und legt einen Fokus auf den Alltag und das christlich-jüdische Miteinander.
